Schulische Inklusion – Onlinediskussion

Der „Beirat für Menschen mit Behinderung“, „bildung neu denken“ und das „freiburger bündnis eine schule für alle“ veranstalten einen Online- Talk mit den Landtagskandidaten für Freiburg.

Hier finden Sie den Link zur Aufzeichnung:

Teilnehmende:
Professorin Merz-Atalik von der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg
Cornelia Bossert_bildung neu denken e.V.
Peter Hass_freiburger bündnis eine schule für alle e.V.
Andreas Wolf_ Behindertenbeirat Freiburg
Pascal Blank_Die LInke
Manuel Herder_CDU
Imke Pirch_Die Linke
Gabi Rolland_SPD
Nadyne Saint-Cast_Die Grünen
Marianne Schäfer_FDP
Jennifer Sühr_SPD

Moderator:
Philipp Riedel_Behindertenbeirat Freiburg

Infostand und Demo

Erst ein Infostand in Weingarten, dann einer auf dem Stühlinger Kirchplatz und dann solidarisch gegen die Menschenrecht verletzenden Repressionen der türkischen Regierung gegen Anhänger:innen der HDP und Kurd:innen demonstriert. Wir fordern die deutsche Bundesregierung auf keine Waffenexporte mehr zu machen, nicht die Repressionen der Türkei in Deutschland fortzusetzen. Und nie das Menschlich über wirtschaftliche Beziehungen zu stellen.
Ein sehr bewegender Tag!

Wir solidarisieren uns mit den Menschen, die sich gegen das repressive Regim der türkische Regierung auflehnen und positionieren uns damit auch gegen die Zusammenarbeit der Bundesregierung mit der Türkei unter anderem durch Waffenexporte, die mitverantwortlich sind für Flucht und Sterben von Kurdinnen und Kurden.
Kommt morgen 13.2. Um 13Uhr auf den Stühlinger Kirchplatz. Haltet die Hygienemaßnahmen ein!

Bedarfsgerechte Gesundheitsversorgung! Wie kommen wir dahin?

Mit der Gesundheit dürfen keine Geschäfte gemacht werden.Die aktuelle Situation in der Pandemie zeigt, wo schon lange Probleme im Gesundheitswesen bestehen. Wie kann eine bedarfsgerechte Gesundheitsversorgung aussehen?Dazu werden sprechen:Harald Weinberg, MdB und gesundheitspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE im BundestagImke Pirch, Krankenpflegerin und Landtagskandidatin für DIE LINKE im WK47 (Freiburg West)Horst Burkhart, Sozialarbeiter und Landtagskandidat für DIE LINKE im WK49 (Emmendingen)Wir freuen uns auf eure Fragen und eine spannende Diskussion!

Videoaufzeichnung der Veranstaltung:

https://www.facebook.com/194770427221739/videos/1585161288539662

Freiburg Wahlkreis 47 – WebTalk mit den Kandidierenden

Für die Bürgerinnen des Wahlkreises 47 ist es langsam an der Zeit, sich zu entscheiden, welcher Partei und welcher/m Kandidatin sie ihre Stimme geben wollen und wer sie im baden-württembergischen Landtag vertreten soll. Jede/r Wählerin kann nur eine Stimme abgeben, mit der man sich für eine Partei und Person entscheiden kann. Es geht also nicht nur darum, welche Partei man am liebsten mag. Kandidatinnen machen den Unterschied. Wir stellen Ihnen die Bewerberinnen vor und helfen Ihnen, Ihre Entscheidung zu treffen: Wer sind die Kandidatinnen des Wahlkreises 47 überhaupt und welche Positionen vertreten sie? Welche Themen sind ihnen persönlich besonders wichtig und was wollen sie im Landtag von Baden-Württemberg verändern?

Gäste:
Nadyne Saint-Cast (Bündnis ´90/Die Grünen)
Dr. Arndt Michael (CDU)
Gabi Rolland (SPD)
Imke Pirch (Linke)
Marianne Schäfer (FDP)
Karl Schwarz (AfD)

Moderation:
Dr. Florian Kech (Badische Zeitung / Freiburg)
Ina Held (SWR Freiburg)

Rede zur Gesundheitsminister*innen-konferenz

Aus Sicht einer Krankenpflegerin in einem Akutkrankenhaus:
Es tut mir leid!
Es tut mir unheimlich leid, dass ich heute so ungeduldig mit Ihnen war!
Es tut mir leid, dass ich Sie so abgefertigt habe, obwohl ich gemerkt habe, Sie brauchen mich noch.
Es tut mir leid, Ihnen sagen zu müssen, dass die OP heute schon wieder ausfällt.
Ich verstehe!
Ich verstehe, dass sich meine Kollegin wieder krank gemeldet hat.
Ich verstehe, dass die zuständige Ärztin vergessen hat, die Anordnung, die sie mir am Telefon gegeben hat, dann noch schriftlich zu dokumentieren.
Ich verstehe, dass mein Kollege fast nichts zu den Patient*innen, die ich von ihm übernommen habe, dokumentiert hat, um nicht noch später zu Hause zu sein.

ABER ES MACHT MICH WÜTEND!

Es macht mich wütend, dass ich keine Zeit habe, meinen Beruf so auszuüben, wie ich ihn gelernt habe. Nämlich für die Patient*innen, ganzheitlich, gemeinsam einen individuellen Plan zu erstellen, wie er oder sie gepflegt werden möchte.

Es macht mich wütend, dass meine Leistung nicht angemessen honoriert wird, geschweige denn gesehen wird.

Es macht mich wütend, noch nicht einmal in der Dokumentation abbilden zu können, was ich leiste, weil ich auch dafür keine Zeit habe. Ich habe also noch nicht einmal einen Beweis für meine getane Arbeit.

Es macht mich wütend und traurig, zu sehen, dass Kolleg*innen ihren Anspruch an ihre Arbeit und den Berufsethos runterschrauben … aus Selbstschutz und ich weiß, dass das System sie dazu treibt!

Es macht mich wütend zu wissen, dass Krankenhäuser immer Dreibettzimmer haben werden, damit sie die Wahlleistung Zweibett- oder Einbettzimmer abrechnen können, um Cash zu machen. Dabei wird völlig missachtet, dass es natürlich allen Patientinnen wichtig ist, den geeigneten Raum zum Gesunden zu haben. Und auch die Covid-Pandemie zeigt deutlich: Unsere Räumlichkeiten sind nicht dafür gemacht, dass wir Patientinnen gut isolieren können. Das Problem ist, dass die Bundesländer bei weitem nicht die Investitionskosten zahlen, die sie zahlen müssen.

Es macht mich wütend, dass nicht noch mehr wütend genug sind!
Es müssten noch viel mehr Menschen hier stehen!
Die einzigen, die ich hier nicht vermisse, sind diejenigen, die mit dem Geschäft mit Gesundheit und Pflegebedürftigkeit über Aktien Geld verdienen. Das wundert mich nicht.
Aber alle anderen müssten nach ihren Möglichkeit laut sein und aufbegehren und hier heute bei uns stehen!

Denn Fallpauschalen und Privatisierung sind keine Grundlage für ein Gesundheitssystem!

Private Anbieter im Gesundheits- und Pflegesystem sind profitorientiert.
D.h. sie sparen bei Ausgaben, z.B. bei Personal oder indem sie Teilbereiche auslagern.
Das müssen wir uns einmal vor Augen führen: Es schlagen andere Profite daraus, Abstriche bei der Versorgung von pflegebedürftigen, kranken Menschen zu machen!

Ein Krankenhaus ist ein komplexer Haufen von vielen Fachbereichen und Versorgungseinheiten, die in einander greifen. Wenn Krankenhäuser aufgrund des wirtschaftlichen Drucks ständig den Rotstift schwingen müssen, dann beeinflusst das selten nur den einen Teilbereich. Ein Bsp. wenn der Bettendienst, der die Betten frisch bezieht und den Bettplatz sauer macht, unterbesetzt ist, kommt es zu Verzögerungen bei den Neuaufnahmen und Übernahmen von Patientinnen. Möglicherweise muss die Intensiv schnell jemanden verlegen, um Platz für eine Not-OP zu haben. Gibt es zu wenig Personal im Reinigungsdienst verzögert sich alles, die Übergabe wird unter noch größeren Zeitdruck gemacht und die Gefahr, dass dabei wichtige Informationen untergehen, ist deutlich erhöht. Mir fallen zahlreiche solcher Beispiele dazu ein: Funktioniert der Laptop oder PC nicht, kann die Pflegende/ der Pflegende nicht zeitnah dokumentieren und verliert wertvolle Zeit, wieder ist das Risiko für Fehler erhöht! Also: auch Reinigung und EDV wirkt sich auf die Qualität der Versorgung der Patientinnen aus!
Ein Krankenhaus – eine Belegschaft. Das Gesundheitssystem ist nicht der Bereich in dem spart werden darf! Da fallen mir andere Bereiche ein, die im Haushaltsplan gerne hinten an gestellt werden dürfen.

Fallpauschalen verursachen einen wirtschaftlichen Druck auf Krankenhäuser, der letztendlich auch dazu führt, dass Krankheitsbilder in lukrativere und weniger lukrative Krankheiten unterteilt werden können!
Wie sich das schon anhört! Aber ja, so ist es: Bestimmte Fälle kann man unkompliziert abrechnen, bei anderen zahlt das Krankenhaus drauf, weil die entstandenen Kosten nicht über das Fallpauschalensystem abgedeckt sind. Dreimal dürfen Sie raten, welches Behandlungsspektrum eine Klinik unter privater Führung anbietet… . Ist das eine Versorgung die am Bedarf der Bevölkerung ausgerichtet ist?! Wohl eher nicht!

Pflege bringt kein Geld ein. Zumindest im Fallpauschalensystem werden Pflegende als Kostenfaktor gehandelt. Aktuell versucht man dem entgegen zu wirken durch eine Pflegezulage pro angestellter Pflegefachkraft. An dieser Stelle muss ich betonen: Das haben die Pflegekräfte mit ihren Unterstützerinnen im beharrlichen Streit erkämpft und das ist ein echter Meilenstein. Wir erreichen etwas, wir haben Erfolg, aber wir müssen weiter dran bleiben. Denn: Ändert sich nicht grundlegend etwas an der Vermarktung unserer Gesundheit, wird sich auch nichts daran ändern, dass in der Pflege eine extrem hohe Fluktuation ist. Kaum mehr als die Hälfte der Pflegenden können sich vorstellen bis zur Rente in ihrem Beruf zu bleiben! Pflege und auch Medizin basiert auf Erfahrungswissen. D.h. verlassen ständig erfahrene Pflegende ihre Stationen, fehlt ein Teil der Qualitätssicherung. Eine hohe Fluktuation verursacht eine Gefährdung der Patientinnensicherheit!

Die Patient*innensicherheit ist auch gefährdet, wenn Ärzte und Ärztinnen nicht ausreichend eingearbeitet werden können oder wenn sie überarbeitet sind, nach einer chaotischen Nacht noch eine Visite am Morgen machen sollen.

Sparen im Gesundheitssystem geschieht immer zum Leidwesen der Patientinnen. Deswegen fordern wir die Gesundheitsministerinnen auf:
Ein bedarfsorientiertes Gesundheitssystem!
Ein neues Finanzierungssystem zu entwickeln, indem die anfallenden Kosten gedeckt werden. Fallpauschalen abschaffen!
Auf Landesebene den Investitionsstau lösen!
Genügend, qualifiziertes Personal, das angemessen entlohnt wird!
Niemanden dabei auf der Strecke lassen: Ein Krankenhaus – eine Belegschaft!
Es muss mehr in Prävention und Gesunderhaltung investiert werden, denn unser Ziel muss sein: die Bevölkerung gesund zu halten und nicht Therapien und Eingriffe zu verkaufen!

Rede der Teamdelegierten

Liebe Interessierte, liebe UnterstützerInnen, liebe Mitmenschen!

Ein Schwenk aus meinem Leben als Gesundheits- und Krankenpflegerin:

Als sich die Krankenhäuser in Deutschland auf die Pandemie vorbereiteten und Kapazitäten für Covid-Erkrankte schuften, gab es auf vielen Stationen so wenig Krankmeldungen wie seit Jahren nicht mehr!

Alle planbaren OPs und Therapien wurden verschoben, der normalerweise hohe Durchlauf an PatientInnen wurde extrem gedrosselt.
In der Regel sind die meisten Wochen im Dienstplan gespickt mit roten „K“s, was dafür steht, dass sich der Kollege oder die Kollegin krank gemeldet hat.
Kein Wunder, denn der sogenannte „Normalbetrieb“ verlangt einiges ab.
6Uhr Übergabe, 6:30Uhr Tabletten kontrollieren und Infusionen richten, 7Uhr den ersten frisch operierten Patienten aus dem Aufwachraum übernehmen, 7:15Uhr beginnen nach und nach zu den Patienten und Patientinnen zu gehen, Vitalzeichen erfassen, bewerten, darauf reagieren, Schmerzen lindern,
Medikamente verabreichen, Ärztin hinzuziehen, weil Patient plötzlich desorientiert, Patientin hat immer noch Schmerzen, neues Medikament,Transport ins CT anmelden für desorientierten Patienten. Ständig abrufbar, ständig ansprechbar für PatientInnen, KollegInnen und Angehörige. Was wäre, wenn jetzt auch noch zu einem Notfall kommen würde?
Patientin hat Fragen, wie es nach ihrer OP morgen dann weitergeht, Patient von Intensiv übernehmen, Blutdruck kontrollieren, weil er morgens zu hoch war, der Verband bei der Patientin dauert mindestens 20min …
Wie viel Uhr war es doch gleich? Habe ich eigentlich schon einen Schluck Wasser getrunken?
Ich würde gerne der Patientin, die morgen eine große Herz-OP vor sich hat, erzählen, wie sie mithelfen kann, eine Lungenentzündung vorzubeugen, ihr erklären, wie sie sich bewegen darf nach der OP, um die Wundheilung nicht negativ zu beeinflussen, ihr gut zusprechen.
Es gibt Tage, an denen habe ich die Zeit dafür. Seit für meinen Fachbereich die Personaluntergrenze gilt, da wir ein „pflegesenitiver“ Bereich sind, gibt es mehr solcher Tage.
Dennoch. Nicht für alle Patienten, denen eine große OP vorbesteht, habe ich diese Zeit. Zeit dafür einem Menschen zu erklären, wie er oder sie an ihrer Genesung mitarbeiten kann. Prävention.
Ja, wo ist eigentlich Raum für die Prävention? Wann in unserem Arbeitsalltag verbringen wir Zeit damit, unsere Mitmenschen darin zu befähigen, mit ihrer Krankheit umzugehen, sich gesund zu halten, sie in ihrer Gesundheitskompetenz zu fördern? Das war Teil meiner Ausbildung, doch jetzt betreibe ich es wie ein zeitraubendes Hobby in meinem Arbeitsalltag. Denn danach fragt niemand!
Was zählt ist: Aufnahme – OP – Wunde zu – entlassen – Aufnahme – OP – Komplikation – Komplikation behoben – entlassen – Aufnahme – OP – usw. Normalbetrieb eben.
Grundlegendes Problem dabei ist das Finanzierungssystem der Krankenhäuser, das Fallpauschalensystem, die DRGs!
Sie verursachen, dass wir MitarbeiterInnen in Krankenhäusern uns wie ein Spielball in diesem System fühlen. Den tieferen Sinn, der uns womöglich damals angetrieben hat, unseren Beruf zu lernen, den verlieren wir immer wieder, immer häufiger aus dem Blick!
Dieses ökonomisch gesteuerte System zieht einen Rattenschwanz an Ungerechtigkeiten und Absurditäten hinter sich her!

Die Qualität der Gesundheitsversorgung scheint zweitrangig gegenüber den Fallzahlen, dem Durchlauf an PatientInnen. Die Qualität wird auch nicht gesteigert, wenn neue Kolleginnen und Kollegen nicht ausreichend und strukturiert eingearbeitet werden können. Speziell Kolleginnen und Kollegen aus dem Ausland benötigen eine längere Einarbeitungszeit, um sich in der neuen Sprache, den neuen Abläufen,
neuen Selbstverständlichkeiten zurechtzufinden und das muss möglich sein. Denn ohne diese Kolleginnen und Kollegen fehlt es uns noch mehr an Personal! Die hohe Zahl der Leiharbeiter ist ebenfalls ein Symptom für den wankenden Gesundheitsapparat. Dieser riesengroße Apparat pfeift auf dem letzten Loch! Es reicht nicht mehr nur hier und da ein Schräubchen festzudrehen!
Er muss generalüberholt werden – um mal in der industriellen Sprache zu sprechen, die sie liebe Entscheidungsträger scheinbar besser verstehen, so wie sie unsere Krankenhäuser zu Fabriken gemacht haben!


Generalüberholung heißt: DRGs abschaffen! Privatisierung stoppen! Demokratische Mitgestaltung des Gesundheitswesens ermöglichen! Die Attraktivität der Berufe im Gesundheitswesen steigern durch ein angemessenes Gehalt und Arbeitsbedingungen, die nicht krank machen, sondern unter denen es möglich ist, sich die Freude an dem Beruf zu bewahren und sich weiterzuentwickeln. Es muss Personaluntergrenzen in allen Bereichen geben! Um nur einige der Forderungen zu nennen.
Private Krankenhausbetreiber möchten uns als teuren Kostenfaktor los werden – dazu fällt mir nur eins ein: Wir möchten euch loswerden mit euren Aktionären, die daran verdienen, dass mit der Gesundheit von uns allen gepokert wird.
Ich möchte diese Gelegenheit nicht verstreichen lassen und stellvertretend für meine Kollegen und Kolleginnen aus der Krankenpflege ein klares Zeichen an unsere Kolleginnen und Kollegen aus der Altenpflege senden: Wir solidarisieren uns mit euch und sagen euch unsere Unterstützung zu, denn ihr leidet ebenso unter der Privatisierung und Ökonomisierung. Der Krankenhaussektor und der Pflegesektor
sind untrennbare, ineinander greifende Bereiche.
Sehr geehrte Frauen und Herren der Gesundheitsministerien, sehen sie heute genau hin und schreiben sie mit, vergessen sie nicht die Altenpflege und setzen sie unsere Forderungen endlich um!

Bildung: Immer noch keine Chancengleichheit

Immer noch keine individuelle Förderung von Kindern und Jugendlichen. Bildung muss gebührenfrei sein, in der Kita und in Studium und Ausbildung. Individuell Fördern können wir nur, wenn Lehrkräfte im pädagogischen Auftrag unterstützt werden durch mehr Personal auch aus anderen pädagogischen Bereichen wie Soziale Arbeit und Erlebnispädagogik. Wir brauchen dringend kleinere Klassen, eine Innvestitionsoffensive, um die Schulgebäude mit Luftfiltern auszurüsten und Räumlichkeiten für das selbstständige Lernen und Arbeiten in Kleingruppen zu ermöglichen. Das senkt auch den Lärmpegel, der alle belastet. Es muss um Kompetenzen wie kritisches Denken, kooperatives Arbeiten, Kommunikation, kreatives Denken, … gehen, denn darum geht es auch später im Beruf und was uns handlungsfähig im gesamten Leben macht. Der Leistungsdruck ist ungesund! Längeres gemeinsames Lernen. Gemeinschaftsschulen ausbauen.

Rettet unsere Kultur

Langsam werden die Hilfen für die Veranstaltungsbranche angepasst, aber sie sind immer noch unzureichend und viele warten noch auf ihr Geld.
Es geht um Millionen Beschäftigte. In Baden-Württemberg ist die Zahl der Beschäftigten mit der der Autoindustrie vergleichbar. Wir können sie nicht am langen Arm verhungern lassen.
Die Branche wehrt sich und hat letztes Jahr die Aktion #alarmstuferot initiiert. Sie haben Vorschläge, wie den verschiedenen Unternehmen egal welcher Größe und den Soloselbstständigen geholfen werden kann.
Ein wichtiger Punkt dabei ist: Dieser lockdown wird für diese Branchen krasse Nachwehen haben. Selbst wenn er gelöst wird, wird es im Kultur- und Veranstaltungsbereich eine Überbrückungszeit geben, in der weiterhin keine Einnahmen gemacht werden, weil Vorbereitung laufen und geplant werden muss. Dafür brauchen die Unternehmen und Veranstalter:innen die Zusagen, dass die Menschen in 100%Kurzarbeit dennoch arbeiten können.
Wir brauchen Kultur für unsere soziale Gesundheit, für unsere Gemeinschaft. Kultur ist Bildung. Kultur gibt neue Perspektiven. Kultur fehlt aktuelle, um diese Zeit, die uns Menschen mit immer den selben Eindrücken und wenig wechselnden Reizen verarmen lässt. Die Kulturbranche muss gestützt werden, damit sie erhalten bleibt, damit keine Existenzen zu Grunde gehen und damit auch wir wieder ein vollständiges Gemeinschaftsleben haben werden.
Wir müssen Lehren daraus ziehen und uns gegen die prekären Beschäftigungsverhältnisse und das Missverhältnis zwischen institutioneller und projektorientierter Kulturförderung einsetzen.

#kultur #soloselbstständige #sangundklanglos #lockdown #überbrückungshilfe #imkeunddielinke

Der Link zum zur Aufzeichnung:

https://www.facebook.com/104706724703655/videos/303506451450245